Wie funktioniert ein Heizlüfter?

Einhell HeizlüfterUm es zu Hause schön kuschelig warm zu haben, sind Heizlüfter eine beliebte Alternative zur Heizung. Bei diesen Schnellheizern handelt es sich um elektrische Direktheizungen, die in kurzer Zeit kleinere Räume aufwärmen. Möglich macht es ein Gebläse im Inneren, wodurch warme Luft im Raum verteilt wird. Doch wie sieht die Funktionsweise beim Heizlüfter genau aus? Wie sind die Geräte aufgebaut? Und wie sieht es mit dem Sicherheitsaspekt aus? Viele Fragen, auf die wir in unserem Ratgeber die Antworten geben.

Heizlüfter Aufbau

heizluefterDie meisten Heizlüfter für den häuslichen Gebrauch verfügen über ein Kunststoffgehäuse. Somit sind die Heizgeräte leicht und zudem in der Herstellung nicht sonderlich teuer, was sich letztendlich auch positiv auf den Verkaufspreis auswirkt. Denn im Handel gibt es Heizlüfter schon ab 29 Euro – mitunter auch noch günstiger – zu kaufen. Doch wie sieht der Aufbau der Schnellheizer im Inneren aus?

  • Das Heizelement besteht meist aus einem Blankdraht, alternativ werden auch Keramik Heizelemente (siehe Keramik Heizlüfter) eingesetzt. Diese Heizelemente haben den Vorteil, dass sie deutlich langlebiger sind. Bei einem Industrieheizlüfter, die für schwierigere Verhältnisse (beispielsweise auf Baustellen) konzipiert sind, wird statt des Blankdraht Heizelements oftmals auch ein robusterer Rohrheizkörper verbaut. Dieser bietet zugleich einen höheren Schutz gegen eindringende Fremdkörper.
  • Neben dem jeweiligen Heizelement sind die Heizlüfter mit einem Ventilator ausgestattet, der für die Erzeugung des Luftstroms benötigt und meist von einem Spaltpolmotor angetrieben wird. Über die Bedienelemente / Wahlschalter lässt sich in der Regel zwischen verschiedenen Heizleistungen wählen. Dabei fungieren viele Heizlüfter zugleich auch als klassischer Ventilator / Lüfter ohne Heizung.
  • Bei den besseren Modellen unter den Heizlüftern gehört zudem noch ein Thermostat zur Grundausstattung, mit dem die gewünschte Raumtemperatur eingestellt bzw. gemessen werden kann.
  • Ein weitere Ausstattungsmerkmal der hochwertigeren Geräte ist eine Zeitschaltuhr, mit der sich die Timer-Funktion einstellen lässt. So nimmt der Heizlüfter je nach voreingestellter Uhrzeit ganz automatisch und ohne weiteres Zutun seinen Betrieb auf.

Heizlüfter Funktion

  • Beim elektrisch betriebenen Heizlüfter wird die Raumluft über Luftschlitze, die sich auf der Rückseite befinden, angesaugt. Im Inneren angekommen, wird die kalte Raumluft durch die Heizdrähte geleitet und von diesen erhitzt.
  • Dahinter befindet sich ein Ventilator, der die nun erwärmte Luft beschleunigt und durch den Luftauslass auf der Vorderseite des Heizlüfters an die Umgebung abgibt.
  • Durch den Ventilator bzw. Gebläse im Inneren des Heizlüfter, kommt es zur Entstehung eines Luftzuges, der von manchen Verbrauchern als unangenehm empfunden wird.
  • Die Heizintensität lässt sich – je nach Modell – über einen Dreh- oder Kippschalter in meist drei verschiedenen Stufen einstellen (niedrige Heizstufe, hohe Heizstufe, Kaltstufe). Wird die Kaltstufe gewählt, kann der Heizlüfter im Sommer zum Kühlen bzw. als Lüfter genutzt werden. Hierbei arbeitet der Schnellheizer mit weniger Watt.
  • Moderne Heizlüfter punkten mit einer Zeitschaltuhr, mit der Heizzeiten vorbestimmt werden. Zudem gehören leise Gebläse sowie eine stufenlose Temperaturregelung für einen Bereich von 0 Grad bis 30 Grad mittlerweile fast schon zum Standard.
  • Aufgrund seines doch hohen Stromverbrauchs, die meisten Geräte arbeiten mit einer Leistungsstärke von 2.000 Watt, sind Heizlüfter in erster Linie für den temporären Einsatz als Zusatzheizung oder Direktheizung geeignet. Eine durchgängige Nutzung ist dagegen mit hohen Stromkosten verbunden und somit nicht ratsam.

Tipp! Damit das Wirkprinzip des Elektroheizers nicht gestört wird und das Gerät einwandfrei funktioniert, muss der Luftstrom aufgebaut und aufrecht erhalten werden können. Demnach muss während des Betriebs gewährleisten sein, dass der Luftstrom sowohl zum Heizlüfter als auch vom Heizlüfter gegeben ist. Entsprechend muss der Luftein- als auch Luftauslass aus Sicherheitsgründen frei bleiben und darf nicht von Gegenständen versperrt werden. Andernfalls würde sich im Gerät aufgrund einer zu geringen Ansaugluft bzw. versperrten Abluftweg Stauwärme bilden und innerhalb kurzer Überhitzen. Die Folge wäre dessen automatische Abschaltung.

Vor- und Nachteile eines Heizlüfters

  • voreinstellbar über Zeitschaltuhr
  • schnelle Erwärmung
  • weder Heizungsrohre, noch Gasanschluss notwendig
  • einige Modelle bieten nur einen geringen Wirkungsgrad

Sicherheitsfunktionen beim Heizlüfter

Damit vom Heizlüfter keine Brandgefahr ausgeht, müssen die Geräte einige Sicherheitsaspekte erfüllen. Dazu gehören:

Sicherheitsfunktionen Hinweise
Kippschutz Der Kippschutz ist dafür verantwortlich, dass sich der Elektroheizer von alleine ausstellt, wenn er umfällt. Vor allem wenn Kinder im Haus spielen, kann das schneller passieren als man denkt. Hierfür befindet sich unter dem Standfuß ein Fühlerstift, der die Stromzufuhr zum Gerät unterbricht, sobald kein Bodenkontakt mehr vorhanden ist.
Überhitzungsschutz Damit der Heizlüfter nicht überhitzt, befindet sich in der Nähe des Heizelements ein so genannter Bimetallstreifen, der in den Stromkreislauf eingebaut ist. Sollte es zu einer Überhitzung kommen, verbiegt sich dieser Sicherheitsstreifen, verliert den Kontakt und unterbricht somit den Stromkreis. Der Heizlüfter geht also aus.

2 Kommentare und Erfahrungen

  1. andreas am 28. Juni 2015

    Darf ein Heizlüfter im Bad aud dem feuchten Boden stehen ?

    Antworten
    • Heizluefter.org am 29. Juni 2015

      Hallo,

      wenn er ein wassergeschütztes Gehäuse aufweist, dann ja.

      Ihr Team von Heizlüfter.org

      Antworten

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